Was kosten Zahnimplantate?

Die Kosten für eine Zahnimplantation setzen sich zusammen aus:

  • Kosten des Implantats (Zahnwurzel ohne Aufbau) und
  • Kosten der Suprakonstruktion (prothetischer Zahnaufbau mit Krone oder Brückenkonstruktion)

Implantat:

Für ein in Deutschland gesetztes Implantat werden von der Deutschen Gesellschaft für Implantologie Kosten von durchschnittlich 800 bis 1.500 Euro angegeben. Kommt ein Knochenaufbau hinzu, sind mit zusätzlichen 500 Euro zu rechnen. Eine Versorgung mit vier Implantaten und Knochenaufbau liegt in Deutschland somit zwischen 5.000 und 8.000 Euro. Hinzu kommen die Kosten für die Suprakonstruktion, also den Zahnersatz, der auf den Implantaten befestigt wird.

Suprakonstruktion:

Der Zahnaufbau kostet je nach qualitativer Ausführung in Deutschland zwischen 400 Euro (Metallkronen) und 1.000 Euro (Vollkeramik) pro Zahn.

Pro Zahnimplantat ist in Deutschland mit Gesamtkosten zwischen 1.200 und 2.500 Euro zu rechnen (ohne Knochenaufbau).

In anderen EU-Ländern werden Zahnimplantationen – infolge der niedrigeren Kosten für Mieten, Löhne und Laboraufwand – teilweise zu 40-60% niedrigeren Preisen durchgeführt. Hier kostet eine gleichwertige Zahnimplantation zwischen 550 und 1.200 Euro.

Abhängig von der individuellen medizinischen Situation des Patienten, fallen die tatsächlichen Kosten unterschiedlich aus.

Dabei beeinflussen folgende Faktoren den endgültigen Behandlungspreis:

  • Aufwand und Schwierigkeit der Operation
  • Anzahl zu setzender Implantate (Einzelpreis sinkt mit steigender Anzahl an gemeinsam gesetzten Implantaten)
  • Knochenqualität eventuell notwendige Knochen aufbauende Maßnahmen
  • Material des prothetischer Aufbaus (gewählte Material-Ausführung)

Zur Ermittlung der tatsächlichen Kosten sollte vor der Behandlung, nach eingehender Untersuchung von einem Zahnarzt, ein Heil- und Kostenplan (in Österreich: Antrag auf Kostenübernahme für Zahnersatz genannt) erstellt werden.

Der Heil- und Kostenplan (nur Deutschland)

Der so genannte Heil- und Kostenplan ist eine Art Kostenvoranschlag, der von jedem Zahnarzt (nach gründlicher diagnostischer Untersuchung) erstellt wird. Er liefert Informationen zum Zahnstatus und voraussichtlichen Behandlungsaufwand. Außerdem beinhaltet er separat aufgeführte Posten zum chirurgischen Aufwand, der Prothetik und den Labor- und Fertigungskosten.

Der Heil- und Kostenplan dient einerseits zur Abschätzung der von der Krankenkasse übernommenen Kostenerstattung. (Hierzu wird er nach Erstellung an die Krankenkassen gesendet.)

Andererseits dient er dem Patienten als Dokument zum Preis-/Leistungsvergleich mit anderen Zahnärzten. Diese erstellen anhand des zugesendeten (oder gefaxten) Heil- und Kostenplans in der Regel kostenlos ihr individuelles Vergleichsangebot.

Sind mehrere Implantate günstiger?

Ja, denn der Kostenaufwand für erforderliche diagnostische Verfahren und Apparaturen bleibt beim Einsetzen mehrerer Implantate nahezu gleich. Entsprechend ist das Einsetzen von mehreren Zahnimplantaten innerhalb einer Behandlungssitzung kostengünstiger.

Hochwertige Qualitätsstandards auf dem Gebiet Zahnimplantologie sind auch für Kosten zu haben, die (deutlich) unter dem westeuropäischen Niveau liegen. So gibt es in Osteuropa hochmoderne Zahnkliniken, die – aufgrund der günstigen Standortvorteile – gleichwertige Behandlungen zu maximal 60 % niedrigeren Kosten durchführen.

Bedachtes Vergleichen und Einblicke in die technischen Methoden, Implantatfabrikate und verwendete Materialien sind gefragt, wenn man als Patient bares Geld sparen möchte.

Zahnimplantate im Ausland?

Eine Behandlung im Ausland bietet die Chance auf eine dramatische Kostenersparnis – sowohl bei den Implantaten als auch der Prothetik. Weiterlesen…

 

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